Grußworte unseres Pfarrers

Liebe Pfarrgemeinden!

Eine völlig ungewohnte Situation ist für uns alle eingetreten. Auf einmal ist alles anders geworden. Das Leben steht fast still. Auch in unseren Pfarrgemeinden. Es gibt z.B. keine öffentlichen Gottesdienste.
Wir Priester sind zwar aufgerufen, weiterhin hl. Messen zu feiern, aber ohne Beteiligung von Gläubigen, ausgenommen ein Mesner oder Lektor, Kaplan oder Diakon. Das ist für uns völlig ungewohnt.

Ich denke dabei immer das Wort von Jesus: „Wo zwei oder drei in meinem Namen beisammen sind, da bin ich mitten unter ihnen.“

Wir feiern in dieser Zeit die hl. Messen nicht als versammelte Pfarrgemeinde sondern für die Pfarrgemeinde(n).

Auch in der Karwoche werden keine Gottesdienste stattfinden. Keine Palmweihe, keine Kreuzverehrung, kein feierliches Osterlob in der Kirche, keine Auferstehungsprozession…

Die Kirchen sind allerdings für das persönliche Gebet geöffnet. Sollten mehrere Personen gleichzeitig hineingehen, dann bitte ich sie, sich in der Kirche zu verteilen und ausreichend Abstand zueinander zu halten.

Wir wissen nicht, wie lange diese Epidemie andauern wird, wie viele Menschen noch erkranken oder gar sterben werden, wann sich wieder alles normalisiert und ob alles wieder so sein wird, wie es war.

Wichtig ist, dass wir alles Menschenmögliche tun und einhalten, um die Verbreitung dieses Virus zu hemmen. Wichtig ist aber auch, dass wir nicht nur um dieses Thema kreisen, sondern uns davon freimachen.

Als Glaubende sind wir ja nie ohne Hoffnung. Wir haben die wunderbare Möglichkeit, uns selbst und auch unsere Lieben Gott anzuvertrauen. Ich denke, das macht alles leichter und uns gelassener.

Für viele ist es wahrscheinlich nicht einfach, immer zu Hause zu bleiben, immer auf engem Raum zusammen zu sein, besonders für Kinder. Bei uns auf dem Land dürfen wir uns glücklich schätzen, denn wir haben die Möglichkeit, in die Natur hinauszugehen und uns ausreichend zu bewegen, was sicher das Wohlbefinden fördert.

Vielleicht haben manche jetzt mehr Zeit für sich selber. Zeit für Stille, Zeit zum Nachdenken, Zeit zum Lesen eines guten Buches oder eines Evangeliums, Zeit zum Beten.

Ich wünsche allen, dass es gelingt, das Leben in dieser Lage sinnvoll zu gestalten.
Herbert Morgenbesser, Pfarrer